Kräuterhexe
Anmeldungsdatum: 01.02.2007 Beiträge: 338 Wohnort: bei Bad Ems
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Verfasst am: 25.02.2008, 12:23 Titel: Winterpause und Fellwechsel beim Pferd |
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Winterpause und Fellwechsel beim Pferd
Der Winter stand wieder vor der Türe und unsere Pferde begannen sich einen dicken Winterpelz anzulegen. (Zumindest diejenigen, die nicht geschoren wurden)
Einige Vertreter, die das große Los gezogen haben und ihr Fell behalten dürfen, leisten nun Schwerstarbeit. Was die wenigsten Pferdebesitzer wissen ist, der Fellwechsel ist für die Tiere genauso anstrengend als würden sie Hochleistungssport betreiben. Daher sollte zumindest in dieser Zeit das Futter noch nicht reduziert werden, auch wenn das Tier schon Winterpause hat und nur noch wenig oder gar nicht mehr gearbeitet wird. Es nimmt sonst die benötigten Nährstoffe aus seinen eigenen Körperreserven und magert ab. Da die Winterfütterung meist sowieso reduziert wird, hat das Tier dann keine Möglichkeit mehr diesen Mangel auszugleichen. Ein zusätzliche Maschgabe oder Leinsamen fördern den Wechsel und das Tier braucht nicht an seine eigenen Körperreserven zu gehen.
Besonders ältere Pferde, die den Fellwechsel nicht mehr so gut verkraften, sollten über das Futter unterstützt werden. Da ihr Körper altert und die Verdauung nicht mehr optimal läuft, scheiden sie sehr viele Nährstoffe ungenutzt wieder aus. Warme Maschmahlzeiten, gequetschter Mais oder Hafer und gekochter Leinsamen sind durch die Vorbehandlung für diese Tiere leichter zu verdauen und zu verwerten. Man kann die Verdauung homöopathisch unterstützen und wieder anregen.
Das die Futterumstellung langsam von statten gehen soll, dürfte wohl jedem bekannt sein. Trotzdem treten in dieser Umstellungszeit wieder vermehrt Koliken auf. Das Saftfutter fällt allmählich weg und trockenes Heu dominiert. Obstipationen (Verstopfungen) sind da vorprogrammiert. Auch die tägliche Bewegung, die für die optimale Verdauung und Darmtätigkeit wichtig ist, wird auf kleine Paddocks oder mit Boxenhaltung stark eingeschränkt. Vorbeugen kann man, indem man mindestens 24 Stunden lang vorgequellte Rübenschnitzel, Möhren, Äpfel und rote Beete als Saftfutter zu den Krippen- und Heurationen zufüttert. Zudem liefern diese „saftigen und gesunden Zusätze“ Vitamine und Mineralstoffe, die man dann nicht mit teuren Zusatzfuttermitteln aus dem Handel zufüttern muss.
Tritt trotzdem mal der Ernstfall ein und eine Verstopfungskolik kündigt sich an, ist es hilfreich ein Abführmittel auf reiner Laktosebasis im Haus zu haben. Man kann es mit einer Spritze ohne Nadel !!! dem Pferd ins Maul geben. Danach sollte das Pferd geführt werden, wenn der Kreislauf nicht schon zu schwach dafür ist. Mit leichter Bauchmassage kann man zwar nicht durch die harte Bauchdecke des Pferdes die Verstopfung „wegmassieren“, aber viele Pferde genießen nach anfänglichem Wehren dagegen diese Massage und entspannen sich. Dabei krampfen sie dann nicht mehr so und meist löst sich die Verstopfung dann schon von selbst. Homöopathische Mittel helfen dabei zusätzlich die Krampfanfälle zu lösen. Fällt der Kreislauf ab, kann man auch hier mit Homöopathie dem entgegen wirken.
Trotzdem gilt : Es besteht akute Lebensgefahr für das Tier ! – Ist die Kolik schon zu weit fortgeschritten, unbedingt den Tierarzt holen und Schmerz- und Entkrampfungsmittel geben lassen !
Aber nicht nur die Verdauung und das Fell benötigen besonderer Aufmerksamkeit. Auch das Training, das nun eingeschränkt wird, sollte langsam gedrosselt werden. Es besteht sonst die Gefahr eines Lumbagos (Kreuzverschlages – Feiertagskrankheit).
Das dicke, dichte Winterfell benötigt längere Zeit zum trocknen, wenn das Pferd geschwitzt hat. Diese sollte man nach den Ritten einplanen und Zugluft im Stall bei nassem Pferd ist jetzt unbedingt zu vermeiden. Auch sollte man das übertriebene Putzen bei Offenstall gehaltenen Pferden stark einschränken. In der nasskalten Jahreszeit benötigen die Tiere die schützende Talgschicht im Fell um es vor Nässe zu imprägnieren. Nur dann kann das Fell auch Kälte abweisen.
Viele Pferdehalter berechnen die Heurationen während der Wintermonate zu knapp. Pferde „heizen“ sich über das Rauhfutter auf. Zudem wird durch lange Futterzeiten die Langeweile, die automatisch entsteht wenn der Weidegang und das Spielen mit den Artgenossen fehlt, stark reduziert. Unarten wie Weben und Koppen kommen dann erst gar nicht auf.
Hat man leider keine andere Wahl und muss sein Tier mehrere Stunden am Tag in der Box lassen, dann sollte man im Stall für frische, staubfreie Luft sorgen. Die meisten Erkrankungen an der Lunge entstehen während den Wintermonaten. Auch sollte die Einstreu täglich gründlich gemistet werden. Sich darin bildende, schädliche Ammoniakdämpfe greifen die Hufe und die Lungen der Tiere an. Allergische Reaktionen auf Staub in der Stallluft nehmen in dieser Zeit ebenfalls zu. Homöopathie kann hier gut helfen, aber wenn die Ursachen und Auslöser nicht abgestellt werden, ist jede Behandlung zwecklos.
Noch ein Rat zum Schluß :
Jetzt fallen draußen die Temperaturen verlängern sie die Aufwärmphasen für ihr Tier. Sonst drohen Schäden an Muskeln, Sehnen und Bändern.
Sie machen doch auch keinen Marathonlauf, wenn sie morgens gerade aus dem Bett raus sind, oder ? - Kommen sie und ihr Tier gut über den Winter und gut ins Frühjahr!
Text : THP Ilka Schön _________________ “Nur Glücksbringendes für die Zukunft,
Mitgefühl für Arme
und die Befreiung von allen Ängsten.” |
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Karin
Anmeldungsdatum: 14.09.2007 Beiträge: 93 Wohnort: Dernbach
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Verfasst am: 25.02.2009, 17:18 Titel: |
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Stehn hier im Forum so interessante Sachen und es schauen sich auch ja sehr viele an, warum schreiben nur so wenige? Schade, habe zwar kein Pferd nur Hunde interessiere mich aber auch für andere Tiere. _________________ Es grüßt Euch Karin:) |
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