Plattform für Tierfreunde und Esoterik Hier ist ein Forum in dem sich Tierfreunde und Freunde der Esoterik austauschen können.

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
warfairy Administrator
Anmeldungsdatum: 01.02.2007 Beiträge: 15
|
Verfasst am: 12.07.2008, 15:30 Titel: Kaninchenhaltung |
|
|
Richtige Kaninchenhaltung
Immer wieder werde ich gefragt, wie Kaninchen richtig gehalten werden oder warum das eine oder andere Problem auftritt, obwohl man sich doch an die gängige Literatur im Fachhandel gehalten hat.
Das Problem liegt daran, dass oft in den Büchern noch veraltete Erkenntnisse oder Haltungsregeln aus der Kaninchenzucht bzw. Kaninchenmast stehen. Schmusekaninchen, die als Kuscheltiere gehalten werden, leben aber meist länger als Mastkaninchen und werden auch nicht in Massen gezüchtet, sondern sollen in erster Linie ein Lebenspartner und Kuschelgefährte sein. Diese Tiere sollten daher so artgerecht wie möglich gehalten werden, damit sie auch ihr Endalter von bis zu 10 Jahren erreichen können. Damit dem so ist, will ich hier nun die wichtigsten Regeln in der Hobby-Kaninchenhaltung einmal ganz deutlich aufführen:
Ganz wichtig – Kaninchen niemals alleine halten. Es sind Rudeltiere und sie benötigen dringend einen gleichartigen Partner zum Schmusen und Kuscheln. Der Mensch kann und ist niemals ein Ersatz für ein zweites Kaninchen.
Kaninchen sind bewegungsfreudige Hoppler. Sie brauchen Platz um Luftsprünge und kleine Rennen zu veranstalten. Ein 1 m Käfig ist da definitiv zu klein. Auch der Auslauf für eine Stunde am Tag, wie oft empfohlen wird, ist zu wenig. Ein Zwergkaninchenpaar benötigt mindestens ein Gehege von 2 – 3 qm. Zusätzlich ist den Tieren dazu noch Auslauf zu gewähren. Größere Rassen brauchen entsprechend noch mehr Platz.
Kaninchen und Meerschweinchen werden oft zusammen gehalten als Partnerersatz. Beide Tierarten haben aber eine ganz unterschiedliche Kommunikation. Das Meerschweinchen fühlt sich bedrängt bei dem für das Kaninchen normalen Kuschelbedürfnis. Für das Kaninchen, das zwar auch Laute kennt und benutzt, ist das Gequieke der Meerschweinchen eine Lärmbelästigung. Kaninchen kommunizieren eher über die Körpersprache usw. usw. Daher sind Meerschweinchen keine geeigneten Einzelpartner für ein Kaninchen. In einer größeren Gruppe von Kaninchen und Meerschweinchen gibt es dagegen keine Probleme, da ja von jeder Art dann genug andere Partner da sind.
Kaninchen haben oft Höhenangst als reine Bodenbewohner und sind deshalb nicht gerne beim Menschen auf dem Arm, wenn sie es nicht gewohnt sind. Oft wehren sie sich dann mit Beißen oder Kratzen und werden als bösartig wieder abgegeben. Schon beim Hochheben auf den Arm wird oft ein gravierender Fehler gemacht. Viele Züchter, Tierärzte usw. packen das Kaninchen ins Nackenfell oder sogar an den Ohren und heben es hoch. Das tun die natürlichen Beutegreifer der Kaninchen auch. Klar, das die Hoppler dann weniger strampeln und zappeln, weil sie vor Schreck schon lieber ruhig sind und erstarren. Wer sein Kaninchen aber zahm haben möchte, sollte es lieber unter der Brust und zwischen den Vorderpfötchen langsam anpacken und hochheben und sofort den Popo unterstützend mit der anderen Hand unter greifen. Dann bekommt man auch zahme und liebe Kaninchen. Überhaupt mag kein Kaninchen lautes und hektisches Treiben. Also bitte langsam und ruhig mit den Tieren umgehen.
Viele Kaninchen sterben viel zu früh, weil sie ein anfälliges Verdauungssystem haben und oft unter Koliken leiden, die lebensgefährlich für das Tier werden können. Es ist ein Ammenmärchen, wenn behauptet wird, es liegt an der Zuchtlinie oder Genetik. Meist ist falsche Fütterung dafür verantwortlich. Besonders Getreide in Fertigfutter oder Drops, Leckerlies und Knabberstangen, vergammeltes, schimmeliges und angewelktes Frischgemüse und Obst oder auch altes Brot sowie einige Kohlsorten sind daran schuld. Es ist keine natürliche Ernährung für ein Kaninchen. Das Brot des Kaninchens ist und bleibt gutes, kräuterreiches Heu. Gemüse, Obst und Kräuter sind abwechslungsreiche und gesunde Leckerchen, aber kein Grundfutter.
Auch brauchen Kaninchen unbedingt Wasser. Der Tagesbedarf richtet sich nach der Wetterlage und kann bis zu 0,25 l / Tag betragen. Also ganz wichtig, Heu und Wasser müssen immer zur freien Verfügung rund um die Uhr gegeben werden, da Kaninchen bis zu 80-90 kleine Mahlzeiten aufnehmen müssen. Sie besitzen nämlich einen so genannten Stopfmagen. Die Magenwandmuskulatur ist nur schwach bis gar nicht vorhanden und so wird die im Magen vorhandene Nahrung durch die neue Futteraufnahme in den Darm erst weiter transportiert. Stockt die Futteraufnahme oder wird durch Kolik eingestellt, kommt es zur lebensgefährlichen Fehlgärung im Blinddarm, was bis zur Vergiftung gehen kann. Deshalb Kaninchen niemals hungern lassen oder gar auf Diät setzen.
Machen Sie beim Freilauf Ihre Wohnung unbedingt kaninchensicher. Oft sterben die Tiere auch durch Unfälle im Haus oder Gehege oder verletzen sich schwer. Kabel, Tapeten, Fußleisten, Gardinen, Gitter in denen die Pfötchen hängen bleiben können, Türen (oft werden die quirligen Tiere in der Türe beim zu machen eingeklemmt), wertvolle Möbel, giftige Zimmerpflanzen, Computerzubehör in Bodennähe, Putzmittel und andere Chemikalien sind von den Tieren fern zu halten und die Kaninchen sicher davor zu halten. Dasgleiche Sicherheitsprozedere gilt auch für das Außengehege im Garten. Es muss zudem noch Einbruchsicher gegenüber Marder, Iltis, Bussard und co. sein und Ausbruchsicher für die Kaninchen, denn sonst sind sie weg. Also mind. 30 cm bis 1m unter der Erde sicher abdichten. Kaninchen buddeln sich sonst aus dem Gehege.
Man soll die Tiere ja mindestens zu Zweit halten. Am besten funktioniert das mit einem kastrierten Bock und einer Zibbe. Zwei Zibben können sich in der Brunst streiten und blutig beißen. Zwei unkastrierte Böcke sind aus Tierschutzgründen schon verboten, da sie, sobald die Geschlechtsreife da ist, sich bis aufs Blut bekämpfen werden. Aber auch zwei kastrierte Böcke können sich noch bekämpfen, wenn sie sich nicht mögen. Ich spreche da aus leidvoller eigener Erfahrung, deshalb habe ich jetzt auch zwei Paare, anstatt eines. Lassen Sie sich da also nichts einreden und versprechen. Auch niemals zur Aneinandergewöhnung die Käfige erst einmal in Sichtkontakt aufstellen, das schürt nur das Revierverhalten und die Wut des alteingesessenen Tieres gegenüber dem Neuling. Am besten klappt es immer noch auf neutralem Boden für beide Parteien und sofort beide Tiere zusammen laufen lassen. Den Rest müssen sowieso Beide untereinander alleine ausmachen. Entweder die Chemie zwischen Beiden stimmt und es geht gut, oder es wird nie etwas. Auch das ist möglich. 14 Tage Stress sind bei solchen Zusammenführungen noch als normal anzusehen. Dauert es länger, kann es schon auf Probleme hindeuten. Der Idealfall ist eine Zusammenführung in 10 Minuten. Auch das gibt es.
Wenn Sie diese paar einfachen Grundregeln einmal befolgen, dann werden Sie bestimmt glücklichere und lang lebende Kaninchen haben, die Ihnen ganz bestimmt genauso viel Freude und Spaß bringen, wie Hund und Katze. Kaninchen werden oft unterschätzt, aber es sind kleine, sehr intelligente Clowns, die viel Freude machen.
Text : THP Ilka Schön |
|
| Nach oben |
|
 |
anscherf
Anmeldungsdatum: 04.02.2007 Beiträge: 124 Wohnort: Bochum
|
Verfasst am: 12.07.2008, 18:32 Titel: Alles rund um die Kanninchen |
|
|
Also, ich bin auch für eine vernünftige und artgerechte Haltung von Kannichen, die Haltung in einem vergleichsweise <kleinem< Käfig im Kinderzimmer und später, wenn das kindliche Interesse nachgelassen hat, auf dem Balkon oder der Garage.
Es ist doch für alle, vor allem für die Kanninchen viel, viel schöner, wenn sie in einem für sie genügend großen, abwechslungsreichen Auslauf, zusammen mit vielleicht ein paar Meeris, spielen und leben können. _________________ Liebe Grüße
Anja und die Lockenwölfe
 |
|
| Nach oben |
|
 |
Bärin
Anmeldungsdatum: 10.02.2007 Beiträge: 142
|
Verfasst am: 14.07.2008, 16:00 Titel: |
|
|
Als Kind hatten wir auch Kaninchen, die geschl... wurden. Dreht sich heute noch mein Herz herum, war aber so. Die saßen in einem kleinem Stall damit sie auch Fleisch ansetzten. Ich hab natürlich auch hin und wiedr mit ihnen geschmust, daher kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Kaninchen gehören nicht in ein Kinderzimmer und sollten einen schönen großen Auslauf im Garten haben. _________________ Ich wünsch Euch alles Liebe! |
|
| Nach oben |
|
 |
anscherf
Anmeldungsdatum: 04.02.2007 Beiträge: 124 Wohnort: Bochum
|
Verfasst am: 15.07.2008, 06:35 Titel: Alles rund um Kanninchen |
|
|
Auch wir haben ganz früher Kanninchen gezüchtet, im Verein, und zwar Silber-Fee und blaue Wiener. Meine Mutter konnte sie auch nie essen, aber ich hatte da weniger Probleme, da jedes von uns Kindern ein Karnickel hatte, mit Namen und die wurden nie geschlachtet.
Aber trotzdem Kanninchen >Raus aus dem Kinderzimmer<!!! _________________ Liebe Grüße
Anja und die Lockenwölfe
 |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Olga
Anmeldungsdatum: 11.02.2007 Beiträge: 93
|
Verfasst am: 15.07.2008, 15:25 Titel: |
|
|
O ja Kaninchen . erinnert mich auch an meine Kindheit. Bei Oma und Opa auf dem Land. Was haben wir Kinder fürn Spaß gehabt bei den Großeltern auf dem Hof. Aber dort sind die Viecher alle frei (im Freien in einer vernünftigen Umzäunung) rumgelaufen. Vergesse nie, habe als Knirps mal das Törchen zum Aussengehege offen gelassen. Na da war das geschrei groß und mein Podecks bekam auch eine extra Portion ab. Das war nicht gut, habe aber danach nie wieder mehr vergessen das Tor zu zumachen.  _________________ tschüss |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|